Bezahlbares Wohnen für alle.

Die gute Verkehrsanbindung, viele Einkaufsmöglichkeiten und eine gute soziale Infrastruktur machen den ruhigen Stadtteil Burg im Nordwesten von Hannover zu einem beliebten Wohngebiet. Das Ortsbild wird hauptsächlich von den aus den 1930ern stammenden Ein- und Mehrfamilienhäusern geprägt. Doch in den letzten Jahren kamen stetig moderne Neubauten hinzu, zum Beispiel drei Stadthäuser mit 38 Wohnungen des genossenschaftlichen Wohnungsunternehmens WGH-Herrenhausen, die in einer klaren Architektursprache gehalten sind und mit großformatigen Kalksandsteinen wirtschaftlich und qualitätvoll gebaut wurden.

Moderner und vor allem bezahlbarer Wohnraum: Auf einem Eckgrundstück in Hannover-Burg entstanden drei neue Stadthäuser mit insgesamt 38 Wohnungen in drei- und viergeschossiger Bauweise und einem Mietpreis von unter 9 Euro pro Quadratmeter.

Hannover zählt zu den Wachstumsregionen. Ein großes Spektrum an Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie viele Freizeit- und Kulturmöglichkeiten sind für Jung und Alt attraktiv. Das zeigt sich auch in der Bevölkerungsstatistik, denn die Stadt wächst beständig und damit die Nachfrage nach Wohnraum. Die Folge: Der Wohnungsmarkt ist angespannt, vor allem das Angebot an preisgünstigen Wohnungen verknappt sich zunehmend. Während die Stadt verschiedene Wohnraumförderprogramme initiiert, ist auch die Wohnungswirtschaft engagiert, die Versorgung mit preiswertem Wohnraum zu verbessern. Die WGH-Herrenhausen beispielsweise treibt zurzeit in Hannover-Burg eine umfassende Quartiersentwicklung voran, indem sie ihren dortigen Gebäudebestand mit rund 500 Wohnungen aufwendig saniert und modernisiert. Parallel dazu realisiert sie in dem Stadtteil einige Neubauten wie das Projekt „Vinnhorster Weg/Gretelriede“.

Um den späteren Mietpreis günstig zu halten, setzte die WGH auf eine klare Architektur mit funktionalen Grundrissen und einer adäquaten Ausstattung der 50 bis 100 Quadratmeter großen Wohnungen.

Stadthäuser mit funktionalen Grundrissen. 

Auf einem Eckgrundstück entstanden drei, vom Architekturbüro pk nord Blencke und Knoll BDA entwickelte Baukörper: Ein langgezogener Viergeschosser am Vinnhorster Weg wird ergänzt von einem weiteren Viergeschosser an der Gretelriede, ein Dreigeschosser ist etwas nach hinten versetzt, sodass sich ein Innenhof zwischen den drei Wohnbauten aufspannt. Um den späteren Mietpreis günstig zu halten, setzte die WGH bei den Stadthäusern auf eine klare Architektur mit funktionalen Grundrissen und einer adäquaten Ausstattung der 50 bis 100 Quadratmeter großen Wohnungen. So haben diese alle entweder einen Balkon, Terrasse oder Garten, sie sind barrierearm, zum Teil barrierefrei gestaltet und dank bodentiefer Fenster lichtdurchflutet.

Charakteristisch für die drei Wohnhäuser ist ihre sachlich-ruhige Gestaltung. Die sorgfältig hergestellten Reliefflächen in der Fassade lockern mit ihrem Licht- und Schattenspiel die strengen Ansichten auf.

Markante Optik prägt Identität.

Um bautechnisch mit dem umliegenden Gebäudebestand zu harmonieren, entschied sich der Bauherr bei den Fassaden für ein Wärmedämmverbundsystem, allerdings mit einer markanten Optik: Präzise hergestellte Reliefflächen im Putz verleihen den strengen Gebäudeansichten eine lockere Verspieltheit und betonen so das Neue und Frische, das nun ebenso die Identität des Quartiers prägt wie die umgebenden Bestandsbauten.

Zeitgemäße Architektur, effizient gebaut.

Eine Architektur, die auf Sachlichkeit und Wertbeständigkeit setzt, macht auch in Bezug auf die Bauweise keine Kompromisse. Wirtschaftlichkeit, Solidität, eine hohe Tragfähigkeit, ein gutes Raumklima und natürlich ein hoher Schall- und Brandschutz waren die Anforderungen der WGH-Herrenhausen, die der Konstruktionsbaustoff erfüllen musste. Zum Einsatz kamen daher die großformatigen KS-PLUS Planelemente, die zudem einen schnellen Baufortschritt ermöglichten. Die damit hergestellten Außenwände mit Wanddicken von 175 mm sowie 240 mm wurden anschließend mit einer 180 mm dicken Mineralwolle gedämmt. Den äußeren Abschluss bildet der Putz. Auch der größte Teil der Innenwände besteht aus Kalksandsteinen. Decken, Fundamente und Bodenplatten sind aus Stahlbeton.
Aufgrund des durchdachten Konzepts und des guten Zusammenspiels zwischen Architektur und Bauweise gingen die Planungen der WGH-Herrenhausen auf: Ein Mietpreis unter 9 Euro konnte für attraktive und zeitgemäße Wohnungen realisiert werden. Das Projekt zeigt also beispielhaft, dass bezahlbarer Wohnraum in Städten möglich ist.

Die WGH-Herrenhausen setzte auf eine klare Architektur mit funktionalen Grundrissen und einer guten Ausstattung. Alle Wohnungen haben einen eigenen Freibereich, sie sind barrierearm, zum Teil barrierefrei gestaltet und sehr hell im Inneren.

Über die WGH-Herrenhausen:

Die WGH-Herrenhausen eG, gegründet im Jahr 1903, ist ein Wohnungsunternehmen in der Rechtsform der Genossenschaft. Im Vordergrund der Geschäftspolitik steht die Förderung der Gemeinschaft und der Nachbarschaft ihrer Mitglieder. Wer Mieter in einem der zur Genossenschaft gehörenden Häuser werden möchte, beteiligt sich gleichzeitig an der Genossenschaft mit der Übernahme von Geschäftsanteilen und wird so automatisch ein Mitglied. Die WGH sieht ihren Auftrag darin, gutes und sicheres Wohnen zu einem fairen Preis mit einem großen Serviceangebot sicherzustellen. Zur Förderung der Gemeinschaft werden unter anderem Mietertreffs veranstaltet, Begegnungspunkte eingerichtet oder Ausflüge organisiert. Die Mieter können außerdem kostenlos Hilfe in Anspruch nehmen, wenn zum Beispiel Behördengänge anstehen oder Fachkräfte bei gesundheitlichen Problemen gesucht werden. Das ehrenamtliche Engagement ist dabei ein wichtiger Bestandteil der funktionierenden Gemeinschaft. Die Einnahmen der Genossenschaft fließen in die Verbesserung der Häuser und Wohnungen sowie in die qualitative Aufwertung des Wohnumfeldes. Damit stehen nicht nur Sanierungen auf dem Programm, sondern auch Neubauprojekte und die Pflege und Planung von Grünräumen in den Wohnanlagen. Der Hausbestand der WGH in Hannover und in der Region umfasst derzeit fast 5.000 Wohnungen, 80 gewerbliche Objekte und 1.000 Garagen sowie Kfz-Einstellplätze. Anlässlich ihres 111-jährigen Bestehens hat die WGH-Herrenhausen im Jahr 2014 außerdem eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Ziel der Stiftung ist, das soziale Engagement der WGH-Herrenhausen zu verstärken und den genossenschaftlichen Gedanken der Solidarität innerhalb einer Gemeinschaft weiter auszubauen.

Bauaufgabe
Wohnungsbau
Lage
Hannover
Architektur/Bauplanung
Architekturbüro pk nord Blencke und Knoll BDA
Bauherr
WGH-Herrenhausen eG
Grundfläche
2500m²
Fertigstellung
2017
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