Generationenübergreifender Wohnungsneubau: „Dieses Projekt ist städtebaulich ein Gewinn.“

An der Saerbecker Straße im nordrhein-westfälischen Greven entstehen auf einer rund 4.000 m² großen Brachfläche und zwei anliegenden Grundstücken insgesamt 35 Wohneinheiten und drei Gewerbeflächen: Das Familienunternehmen Ahaus Bau realisiert auf diesem innenstadtnahen Areal unter anderem dringend benötigte altersgerechte Wohnungen – für eine Tagespflege-Einrichtung, eine betreute Demenz-WG und öffentlich geförderte Single-Wohnungen für das Betreute Wohnen. 

Der demographische Wandel ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Gerade bei der Schaffung und der Gestaltung altersgerechter Wohnungen stellt dieser die Gesellschaft vor neue Aufgaben. Denn die zunehmende Lebenserwartung führt auch zu veränderten Anforderungen an den Wohnraum. Der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum ist deutlich höher zu veranschlagen, als die vorhandenen altersgerechten Wohnungen, in denen ältere Menschen derzeit leben. Auch in der Stadt Greven, mit rund 38.000 Einwohnern direkt an der Ems im nördlichen Münsterland gelegen, ist der Bedarf an bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum quer durch alle Generationen vordringlich. Vor allem altersgerechte Wohnungen für Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen werden dringend benötigt. 
 

Das Fehlen von altersgerechten und barrierefreien Wohnungen gab den gedanklichen Anstoß für das Großprojekt auf dem brachliegenden Gelände eines ehemaligen Reifenhandels.

Das Bestandsgebäude wurde abgerissen und ein umfangreiches Bodengutachten zur Qualität des Terrains erstellt.

Das Projekt: „Das Schaffen von altersgerechtem Wohnraum war für uns ein zentrales Anliegen.“ 

Das Fehlen von altersgerechten und barrierefreien Wohnungen gab unter anderem den gedanklichen Anstoß für dieses groß angelegte Bauprojekt an der Saerbecker Straße. „Bei der Schaffung von generationsübergreifendem Wohnraum gilt es kreativ zu werden und vorhandene Möglichkeiten zu nutzen – ob in Form einer Aufstockung oder durch das Schließen von freien Flächen“, so Thomas Ahaus, Geschäftsführer der gleichnamigen Baugesellschaft. 

Eine Herausforderung: „Als Bauunternehmer muss man manchmal Ausdauer beweisen.“ 

Als eine besondere Herausforderung stellte sich die Genehmigungsphase für das Bauvorhaben durch die städtischen Gremien dar: „Im November 2015 haben wir das Projekt im Rat vorgestellt“, erinnert sich Tobias Ahaus. „Abwechselnd folgten Termine mit dem Gestaltungsbeirat sowie dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU), die aufgrund ihrer unterschiedlichen Sitzungsintervalle zu erheblichen Verzögerungen führten. „Es tut gut zu erleben, wenn es dann tatsächlich losgeht und sich das Warten gelohnt hat“, so der Bauherr. 

Auf dem Areal entstehen derzeit fünf verschiedene Gebäude-Abschnitte. Zwei Gebäude entlang der Saerbecker Straße werden Platz für eine Tagespflege, eine betreute Demenz-WG und öffentlich geförderte Single-Wohnungen für das Betreute Wohnen bieten.

Die Planung: fünf großzügige Gebäude-Abschnitte.

„Wir haben fünf verschiedene Gebäude-Abschnitte geplant“, erzählt Thomas Ahaus. Zwei der drei geplanten Gebäude entlang der Saerbecker Straße, die Architekt Jörg Suwelack als dreigeschossige Riegelbebauung mit Staffelgeschoss und Laubengang für Ahaus entworfen hat, werden zukünftig Platz für eine Tagespflege, öffentlich geförderte Single-Wohnungen für das Betreute Wohnen und eine betreute Demenz-WG bieten. „Wenn alles wie geplant läuft, werden wir dieses Gebäude Ende 2020 fertigstellen können“, berichtet Ahaus. 

Bauabschnitt 1, März 2019: Auf dem hinteren Gelände des Areals errichtet Ahaus Bau ein hochwertiges Wohnhaus mit vier 80 m² großen Wohnungen in den ersten beiden Geschossen und einer großen Penthouse-Wohnung mit 110 m².

Ein weiteres Gebäude mit fünf Wohnungen und einer gewerblichen Fläche von rund 130 m² im Erdgeschoss befindet sich ebenfalls gerade im Bau. Zusätzlich wird den Bewohnern und Mietern der Gebäude zukünftig eine 1.000 m² Tiefgarage mit Fahrzeug-Aufzug zur Verfügung stehen. „Ein Wohnhaus mit vier 80 m² großen Wohnungen in den ersten beiden Geschossen und einer großen Penthouse-Wohnung mit 110 m² steht bereits“, erläutert Tobias Ahaus, Sohn von Thomas Ahaus, der seinen Vater bereits seit einigen Jahren tatkräftig unterstützt.

„Die Wohnungen sind bereits alle verkauft – der Einzug ist für Februar 2020 geplant.“ Auf der hinteren Grundstücksfläche werden, nach längeren Gesprächen mit den Anwohnern, statt Reihenhäusern nun zwei zeitlose, kompakte Doppelhäuser realisiert. „Mit dem Bau werden wir Anfang 2020 starten“, so Tobias Ahaus. 

Dem Architekten Jörg Suwaleck gelang es Bauwerke zu entwerfen, die durch eine zeitgemäße Architektursprache zwischen den eingeschossigen Häusern und den mehrgeschossigen Nachbarbauten nach Fertigstellung gekonnt vermitteln werden. Auch wird die Schließung der bislang brachliegenden Fläche für die Nachbarschaft letztendlich einen hohen Mehrwert bieten – nicht zuletzt durch die Straßengeräusche, die aufgrund der geplanten Riegelbebauung nicht mehr auf die hinteren Grundstücke gelangen werden. Durch die mit allen Beteiligten abgestimmte Entwurfsplanung werden nun mehrere Bauwerke realisiert, die gute Architektur, Funktionalität, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigen. 

Die Umsetzung: „Wertbeständigkeit erreichen wir nur durch eine solide Bauweise.“ 

„Unsere Projekte sollen Bestand haben, nachhaltig sein und nicht nur wirtschaftlich, nicht nur architektonisch ansprechend oder nicht nur energetisch optimiert“, erklärt der Bauherr. Die von der Ahaus Baugesellschaft und der Ahaus GbR geplanten Projekte, bauen auf Wertbeständigkeit und Nachhaltigkeit. Auch in Bezug auf die Bauweise gehen Thomas und Tobias Ahaus keine Kompromisse ein. Wirtschaftlichkeit, Solidität und eine hohe Flexibilität, ein gutes Raumklima sowie hoher Schall- und Brandschutz sind Anforderungen, die der gewählte Baustoff erfüllen muss. So fiel die Wahl von Ahaus im ersten Bauabschnitt Anfang des Jahres – bei der Realisation des dreigeschossigen Neubaus auf dem hinteren Teil des Grundstücks – auf Plansteine des KS-ORIGINAL Produktprogramms in verschiedenen Abmessungen und Rohdichteklassen. 

Nachdem die Baugenehmigung kurzfristig erteilt wurde, musste alles ganz schnell gehen: Regional hergestellte, schnell verfügbare Plansteine aus dem KS-ORIGINAL Produktprogramm boten die Lösung.

November 2019: Durch die wirtschaftliche und gleichzeitig solide Bauweise konnte das Wohnhaus innerhalb eines halben Jahres fast fertiggestellt werden: Der Bezug ist für Februar 2020 geplant.

„Aufgrund der kurzfristig erteilten Baugenehmigung und des Bedarfs verwendeten wir die regional am schnellsten verfügbaren Kalksandsteine von KS*. Wertbeständigkeit und Gestaltungsflexibilität waren Voraussetzungen und entscheidend bei der Wahl des Baustoffs“, so der Bauherr. „Mit Kalksandstein erreichen wir zudem spielend leicht den geforderten Schallschutz – bei gleichzeitig schlanken Wänden.“ So geben 6DF Steine dem Außenmauerwerk seinen Bestand, 8 DF Steine wurden für die Treppenaufgänge eingesetzt und 4 DF Steine kommen für die Innen- und Trennwände zum Tragen.

„Neben seinen hervorragenden Schallschutzeigenschaften zwischen und innerhalb der Wohnungen ist für uns die Wohnqualität entscheidend. Kalksandstein sorgt mit seiner Wärmespeicherfähigkeit in jeder Jahreszeit für Behaglichkeit und reguliert aufgrund der diffusionsoffenen Struktur die Raumluftfeuchte“, berichtet Tobias Ahaus. „Jeder Quadratmeter hat seinen Preis, so kommt es selbstverständlich auch darauf an, keine Fläche zu verschenken und darauf zu achten, dass man trotz zahlreicher Anforderungen schlanke Wandkonstruktionen erhält.“

Der Entwurf: Die geplante dreigeschossige Riegelbebauung entlang der Saerbecker Straße.

November 2019: Die geplante dreigeschossige Riegelbebauung wird umgesetzt. Eine darunter liegende, 1.000 m² große Tiefgarage mit Fahrzeug-Aufzug, die allen Mietern der Gebäude zur Verfügung steht, wurde bereits realisiert.

 

Im zweiten und dritten Bauabschnitt, werden derzeitig die Gebäude an der Saerbecker Straße realisiert. Hier sorgen großformatige KS-PLUS Planelemente für den gewünscht schnellen Baufortschritt. Denn die Planelemente werden bereits zugeschnitten mit anschaulichen Verlegeplänen, beschriftet, nummeriert und wandweise auf Paletten gepackt, bedarfsgerecht auf die Baustelle geliefert. „Die einfache Verarbeitung mit Versetzkränen spart zudem viel Zeit“, so Thomas Ahaus. Decken, Fundamente und Bodenplatten werden in allen Gebäuden mit Stahlbeton realisiert. 

Rückblick: Um die geplante Tiefgarage zu errichten, wurden im März 2019 sechs Meter hohe Spundwände gesetzt.

Im Anschluss konnte die Bodenplatte gegossen werden.

 

Im Einsatz: hochwertige Baustoffe aus der Region.

Äußerste Sorgfalt und Weitsicht bei der Planung, Entwicklung und Koordinierung der Projekte stehen an erster Stelle. „In der Ausführung arbeiten wir immer mit bewährten, qualifizierten Unternehmen zusammen“, so Tobias Ahaus. „Bei dem Großprojekt an der Saerbecker Straße kommen zudem fast ausschließlich regionale Wandbaustoffe zum Einsatz – für uns ein entscheidender Aspekt für nachhaltigen und zukunftsfähigen Wohnungsneubau.“

 

November 2019: Der Rohbau an der Saerbecker Straße. Die Bauherren setzen auf großformatige KS-PLUS Elemente, die innerhalb der letzten vier Monate einen schnellen Baufortschritt ermöglichten.

Durch großformatige Regelelemente und werkseitig individuell vorgefertigte Passelemente reduziert KS-PLUS die Arbeitszeiten auf der Baustelle.

Der schnellere Baufortschritt – in einem Hub können bis zu 0,650 Quadratmeter Mauerwerk versetzt werden – ist deutlich sichtbar.

Aktuell schreiten die Bauabschnitte an der Saerbecker Straße schnell voran – begleitet von KS* projekt weiß. Lesen Sie demnächst mehr.

Die Köpfe hinter dem Projekt.

Thomas Ahaus leitet mit seinem Sohn Tobias das Familienunternehmen, die Ahaus Baugesellschaft, die 1986 von Thomas Ahaus gegründet wurde. Heute deckt der Betrieb mit 14 Mitarbeitern und einem Auszubildenden das ganze Leistungsangebot eines vielseitigen Bauunternehmens ab. Die Projekte, die das Unternehmen oftmals als Generalunternehmer betreut, sind nicht nur auf Greven beschränkt.
 

Bauaufgabe
Wohnungsbau
Lage
Greven
Architektur/Bauplanung
Jörg Suwaleck Architekten
Bauunternehmen
Ahaus Baugesellschaft
Bauherr
Ahaus Baugesellschaft, Ahaus und Ahaus GbR
Grundfläche
4397.00m²
Fertigstellung
2020

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